LG – PF 80 G Testbericht

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  1. Einsatzgebiete vom LG–PF 80 G
  2. Ausstattung und Funktion des LG–PF 80 G
  3. Bildqualität des LG–PF 80 G
  4. Bildschärfe und Videowiedergabe des LG–PF 80 G
  5. Ton und Multimedia des LG–PF 80 G
  6. Video vom LG–PF 80 G

Ein mobiler Alleskönner, der insbesondere durch seine Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit überzeugt. Das handliche Format und das geringe Gewicht wären gute Voraussetzungen für den Einsatz an wechselnden Orten. Die schwache Lichtleistung und die vorgegebene Leinwanddistanz schränken seine Flexibilität jedoch stark ein. Die umfangreichen Audiomöglichkeiten trösten nur schwach über die Farbwiedergabe und den Kontrast hinweg. Im Beamer Test erreicht der LG – PF 80 G daher nur die Note befriedigend in der Gesamtwertung.

Einsatzgebiete vom LG–PF 80 G

Im Beamer Test tritt der LG – PF 80 G mit umfangreicher Ausstattung wie Stereowiedergabe, USB-Mediaplayer und WLAN in einem sensationell kompakten Gehäuse an. Seine geringen Betriebskosten verdankt er der modernen LED-Technik, die im Kinobetrieb allerdings für Punktabzug sorgt.

Nicht nur in dem Anschaffungspreis, sondern auch bei den Betriebskosten verhält sich der LG – PF 80 G ausgesprochen zurückhaltend. Im Vergleich zu Projektoren mit einer Glühlampe als Lichtquelle, zieht dieser LED-Projektor nur etwa die Hälfte an Strom aus der Steckdose. Ob diese 100 oder 240 Volt führt, ist dabei unerheblich, da das Schaltnetzteil in jedem Fall für eine ordnungsgemäße Funktion sorgt. Die LED-Technik soll nach Angaben von LG auf 30.000 Betriebsstunden ausgelegt sein, wodurch etwa 10 extrem teure Glühlampenwechsel eingespart werden.

Ausstattung und Funktion des LG–PF 80 G

Im Gegensatz zu den meisten LED-Projektoren spart sich der PF 80 G den Umweg per Laser über ein phosphorbeschichtetes Farbrad. Die drei farbigen LEDs, die aufeinanderfolgend durch ein Prisma gelenkt auf den DLP-Chip treffen, erlauben die Gründarstellung bei einer wesentlich kompakteren Bauform. Die Gehäusegröße wurde weiterhin durch den Verzicht auf Zoom und Lensshift derartig minimiert, dass das Gerät in jede Laptoptasche passt. Da ein variabler Abstand zur Leinwand dadurch nicht möglich ist, geht das gewonnen Plus an Flexibilität hierdurch gleich wieder verloren. Der hinten am Gerät angebrachte IR-Sensor kann von vorne kommende Fernbedienungssignale nicht immer korrekt empfangen, weshalb sich die Aufstellungsposition stets vor den Zuschauern befinden sollte. Die Grundfunktionen lassen sich allerdings auch über die unaufdringlich leuchtenden Sensortasten an der Geräteoberseite steuern. Einmal aufgestellt ist der PF 80 G sehr schnell einsatzbereit. Nach nur fünf Sekunden wird bereits das Startbild sichtbar und weitere fünf Sekunden später zeigt er seinem Publikum die laufende Videoquelle. Für den richtigen Ton sorgen die integrierten Stereolautsprecher, sowie Kopfhöreranschluss und eine digitale Tonausgabe. Damit der Ton synchron zu dem laufenden Film wiedergegeben wird, steht die Lip-Sync-Funktion zur Verfügung. Weitere netzwerkfähige Geräte lassen sich bequem via SmartShare integrieren. Für die Kühlung sorgen neben drei Heatpipes noch sechs Miniaturlüfter, die sich bei voller Lichtleistung mit 34 Dezibel unangenehm laut bemerkbar machen. Erst im Eco-Modus ist der LG mit nur noch 27,4 Dezibel angenehm leise. Die LED-Lichteinheit ist für den wartungsfreien Dauerbetrieb staubdicht abgekapselt.

Bildqualität des LG–PF 80 G

Bei der Farbwiedergabe und der Ausleuchtung sind beim LG PF 80 G merkliche Abstriche zu machen. Bei einer Kontrasterhöhung von 80 auf 100 werden zwar die Graustufen noch sauber ausdifferenziert, doch sinkt die Lichtleistung spürbar. Im hellsten Farbtemperaturmodus „Natural“ strahlen maximal 520 Lumen auf die Leinwand und die Graustufen werden farbstichig, während die eigentlichen Farben verblassen. In den Einstellungen Expert und Kino erreicht die Farbtemperatur zwar annähernd ideale 6700 Kelvin, die Lichtleistung sackt jedoch auf 334 Lumen ab. Definitiv zu wenig, um eine zwei Meter breite Leinwand befriedigend auszuleuchten. Die Farben wirken in diesen Modi dank des leicht erhöhten Spektrums intensiver, allerdings teilweise auch unnatürlich und zu dunkel. Der Versuch, dies über das Farbmanagement zu regulieren, bringt nur teilweisen Erfolg. Die Funktion „Dynamischer Kontrast“ verzerrt lediglich die Gammakurve, ohne eine wirkliche Verbesserung herbeizuführen. Die Erhöhung der Leuchtdichte aller Farben mit Ausnahme von Gelb und Blau lässt die Farben heller und freundlicher erscheinen, verursacht allerdings auch eine leichte Übersteuerung. Mau sind auch die Kontrastwerte des LG im Beamer Test. 500:1 im EBU-Testbild und 340:1 im Schachbrettmuster sind keine Glanzleistung und verursachen in schwarzen Bildsegmenten blaugrünes Restlicht.

Bildschärfe und Videowiedergabe des LG–PF 80 G

Auch wenn die Farbwiedergabe und die Lichtleistung nicht gerade zu den Stärken des Südkoreaners gehören, so ist er dennoch ein multimedialer Alleskönner. Die schwache Tonqualität der zwei Mal fünf Watt Stereolautsprecher verzeiht man dem PF 80 G gerne.

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Mit der ARC-Funktion des ersten HDMI-Eingangs lässt sich der Beamer in eine bestehende Heimkinoanlage integrieren, um so beispielsweise Achtkanal Audiosignale unkomprimiert weiterzuleiten. Wenngleich über die HDMI-Eingänge keine SD-Halbbildvideos verarbeitet werden können, so laufen Filme im Format 1080i einwandfrei und ohne Flimmern. Für eine saubere Darstellung schneller Bewegungsabläufe sorgt die TruMotion-Funktion. Die Regler für vertikale, horizontale und Detailschärfe zeigen nur eine minimale Wirkung. Effektiver arbeitet der Regler für die Konturenschärfe.

Ton und Multimedia des LG–PF 80 G

An Audiofunktionen wurde bei diesem Beamer nicht gespart. Neben den integrierten Lautsprechern stehen für die Audioausgabe ein HDMI-ARC-Anschluss sowie optischer Digitalton und ein Kopfhöreranschluss bereit. Für den analogen Ton sind Adapter für FBAS- und YUV-Quellen im Lieferumfang enthalten. Die HDTV-Inhalte eines mobilen Gerätes können über den zweiten HDMI-Eingang empfangen werden. Dieser HDMI-Anschluss mit MHL-Funktion versorgt das Gerät gleichzeitig mit Strom. Über den Miracast-Datentransfer kann auf eine Kabelverbindung verzichtet werden, indem eine direkte Funkverbindung zwischen dem Projektor und dem Wiedergabegerät aufgebaut wird. Mit dem FileViewer lassen sich neben den diversen Ton- und Videoformaten auch PDFs, Text- und Exeldateien darstellen. Die Datenübertragung erfolgt dabei per LAN, WLAN oder über einen von beiden USB-Ports.

Video vom LG–PF 80 G

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