BenQ MW705

Oft werden wir von unseren Lesern gefragt, ob es sich eigentlich lohnt, einen älteren Beamer zu kaufen – oder ob man sich stattdessen lieber für ein aktuelles Modell entscheiden wollte. Eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es eigentlich nicht, da es natürlich auch immer auf den Beamer selbst ankommt. In unserem nachfolgenden Testbericht haben wir daher den BenQ MW705 in unserem Beamer Test in Augenschein genommen, der bereits seit dem Jahr 2015 erhältlich ist.

Ein erster Blick auf den BenQ MW705 DLP Projektor

BenQ MW705 zoom und fokus

Der BenQ MW705 erweist sich bereits unmittelbar nach seiner Entnahme aus der Umverpackung als echter Hingucker. Er kommt mit einem überaus stilvollen Design daher, bei dem die Oberseite weiß und das gesamte restliche Gerät in anthrazit gehalten ist – abgesehen vom unteren Bereich, der ebenfalls weiß ist. Auch das aufgeräumte und leicht verständliche Bedienelement, das in der Oberseite integriert wurde, ist BenQ wirklich sehr gut gelungen, da es sich auf harmonische Weise dem restlichen Design anpasst – das ist leider längst nicht bei jedem Beamer der Fall.

BenQ MW705 bedienfeld

75/100Anschlüsse

Auch in puncto Anschlussmöglichkeiten ist der BenQ MW705 DLP Projektor bestens aufgestellt. Zwar findet sich auf seiner Rückseite nur ein einziger HDMI-Eingang, ein weiterer ist allerdings etwas versteckt im sogenannten Hidden Dongle Bereich vorhanden – doch dazu später mehr.

BenQ MW705 ansxhlüsse

Darüber hinaus bietet der Projektor noch einen VGA-Eingang und einen VGA-Ausgang für ältere Geräte, einen RS232-Anschluss, S-Video, einen Cinch-Video Anschluss, einen Mini-USB Anschluss und eine USB-Schnittstelle des Typs A. Auch eine 3,5 mm Klinkenbuchse, über die sich auf Wunsch ein externes Soundsystem anschließen lässt, steht bereit – alternativ ist aber auch ein integrierter Lautsprecher mit 2 Watt an Bord.

Gestochen scharfe Auflösung mit kleinerem Manko

70/100Bildqualität

Der BenQ MW705 kommt mit 1.280 x 800 Bildpunkten daher, was im Umkehrschluss der WXGA-Auflösung entspricht. Er eignet sich somit hervorragend für eine Verwendung als Heimkino-Beamer, dürfte allerdings auch für den ein oder anderen anspruchsvollen Gamer interessant sein.

Allerdings: Die vor allem im Heimkinobereich sehr beliebte Full-HD-Auflösung bietet das Gerät nicht, setzt stattdessen auf die „kleinere HD-Auflösung“ mit dem Namen HD ready. Zwar lassen sich Spielfilme von Blu-ray-Discs, die eine höhere Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten aufweisen, problemlos betrachten, hierbei muss sich der Betrachter allerdings auf einen unvermeidbaren Qualitätsverlust einstellen.

BenQ MW705 im test

Ebenfalls ärgerlich: Da die meisten Filme im 16:9-Format daherkommen, der MW705 allerdings im 16:10-Format auflöst, muss man sich sowohl im oberen, als auch im unteren Bildbereich auf schwarze Balken einstellen.

Vorbildlich: Obwohl der Beamer schon einige Jahre auf dem Buckelt hat, ist er 3D-kompatibel und ermöglicht somit die Betrachtung von 3D-Inhalten – allerdings nur dann, wenn man sich zuvor eine spezielle 3D-Brille zugelegt hat, die im Lieferumfang leider fehlt. Hier gibt es die Brille bei Amazon ⬀

Sehr gut gefallen haben uns neben der knackigen Bildschärfe übrigens auch die realistischen Farben, die auf ein ebenso gutes Kontrastverhältnis von 13.000:1 treffen: Hier muss sich der BenQ MW705 definitiv nicht vor neueren Geräten verstecken, da er ein wirklich überzeugendes Bild abliefert.

Bild-ohne HDRBild-mit HDR

Mit einer Leuchthelligkeit von 4.000 ANSI-Lumen lässt er sich sowohl in vollständig abgedunkelten Zimmern, als auch in Räumen mit Tageslichteinfluss problemlos verwenden, seine besten Leistungen stellt er – wie so mancher Beamer – allerdings eher in dunkleren Umgebungen unter Beweis.

Sehr einfache Aufstellung dank Keystonekorrektur

80/100Flexibilität

Die Platzierung des BenQ MW705 DLP Projektors ist wirklich kindereinfach, da er sowohl mit einer horizontalen, als auch mit einer vertikalen Keystonekorrektur ausgestattet ist. Wird das Gerät leicht schräg aufgestellt, so lässt sich dieser Umstand mithilfe dieser praktischen Funktion ganz einfach korrigieren – was im Bereich der horizontalen Korrektur sogar ganz automatisch funktioniert. Um ein etwa zwei Meter breites Bild auf die Leinwand zu zaubern, bedarf es jedoch eines etwas größeren Abstandes: Rund drei bis dreieinhalb Meter sollten Sie (zumindest bei dieser Bildgröße) einkalkulieren.

Weitere Highlights des BenQ MW705 DLP Projektors

75/100Ausstattung

Wer nicht unbedingt einen Blu-ray-Player oder ein anderes Abspielgerät an den Beamer anschließen möchte, kann seine bevorzugten Inhalte auch einfach auf einer externen Festplatte oder einem USB-Stick ablegen und den bevorzugten Datenträger anschließend über den integrierten USB-Eingang anschließen.

Und dann wäre da auch noch der bereits weiter oben angesprochene Hidden Dongle Bereich: Hierbei handelt es sich um eine kleine Abdeckung im hinteren Bereich des Beamers, die bei ihrer Entfernung einen leeren Bereich im Inneren des Gehäuses freilegt. In diesen passt perfekt der separat erhältliche BenQ QCast Dongle, der anschließend optimal geschützt im Gehäuseinneren seine Arbeit verrichten kann – und somit auch nicht lästig vom Gerät absteht.

Ist der Dongle über den im Hidden Dongle Bereich vorhandenen HDMI-Eingang angeschlossen, lassen sich Inhalte von mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablet-PCs auch ganz ohne lästigen Kabelsalat direkt an dem Beamer übertragen.

Zwar wäre eine fest integrierte WLAN- oder Bluetooth-Schnittstelle deutlich preiswerter für den Kunden gewesen, aber man kann ja leider nicht alles haben. Allerdings: Der HDMI-Port kann sich alternativ auch mithilfe eines Kabels mit dem entsprechenden Endgerät verbinden. Bei dieser Methode wird der Akku des angeschlossenen Smartphones oder Tablet-PCs auch direkt aufgeladen.

Hier gibt es den QCast Dongle bei Amazon ⬀

Fazit

testnote gutDer BenQ MW705 ist auch heute noch ein sehr guter Projektor für Filmfans und Gamer, der mit einer starken Bildqualität inklusive natürlicher Farben und einem tollen Schwarzwert daherkommt – allerdings ist seine kleinere HD-ready-Auflösung heutzutage eigentlich nicht mehr zeitgemäß. Wer sich davon jedoch nicht abschrecken lässt und einen Online-Preisvergleich nutzt, um schlussendlich einen vertretbaren Preis für das Gerät zu bezahlen, macht beim Kauf dieses auch in puncto Optik und Anschlussvielfalt überzeugenden Projektors garantiert nichts falsch.

Oft werden wir von unseren Lesern gefragt, ob es sich eigentlich lohnt, einen älteren Beamer zu kaufen - oder ob man sich stattdessen lieber für ein aktuelles Modell entscheiden wollte. Eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es eigentlich nicht, da es natürlich auch immer auf den Beamer selbst ankommt. In unserem nachfolgenden Testbericht haben wir daher den BenQ MW705 in unserem Beamer Test in Augenschein genommen, der bereits seit dem Jahr 2015 erhältlich ist. Ein erster Blick auf den BenQ MW705 DLP Projektor Der BenQ MW705 erweist sich bereits unmittelbar nach seiner Entnahme aus der Umverpackung als echter Hingucker.…
Bildqualität - 70%
Ausstattung - 75%
Flexibilität - 80%
Anschlüsse - 75%

75%

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Stärken
  • sehr gute Bildqualität mit natürlichen Farben und satten Kontrasten
  • große Auswahl an Anschlussmöglichkeiten
  • kann sowohl in hellen, als auch in dunklen Räumen genutzt werden
  • horizontale und vertikale Keystonekorrektur
  • 3D-kompatibel
  • kann Inhalte von USB-Datenträgern wiedergeben
  • angenehm leises Arbeitsgeräusch
  • sehr stilvolles Design
Schwächen
  • kabellose Datenübertragung muss separat nachgerüstet werden
  • keine 3D-Brille im Lieferumfang enthalten
  • nur unzeitgemäßes VGA-Kabel im Lieferumfang enthalten

BenQ MW705 Alternativen

Über den Autor
ist Autor auf Beamertest.co und kann als echter Technikliebhaber keine Fehlkäufe leiden. Als Testredakteur für Beamer und Projektionstechnik möchte er mit seinen Testberichten seinen Teil dazu beitragen, Sie vor Fehlkäufen zu bewahren. Aktuell ist Andreas auch der Inhaber von BeamerTest.co