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HD Beamer

Ein HD-Beamer hat die Auflösung von 1280 × 720 px bei einem Breitbildformat von 16:9. Das Format HD (High Definition) galt noch vor wenigen Jahren als fortschrittlich und lag deutlich über der Auflösung von Röhrenfernsehern, die nur Auflösungswerte von 720 × 576 erreichten. Mittlerweile hat sich bei Beamern als Standard allerdings eine Auflösung in Full-HD-Qualität (FHD) etabliert. Bei einem Full HD Beamer liegt die Auflösung bei 1920 × 1080 px, was ebenfalls dem Format 16:9 und einer zweifachen Schärfe gegenüber der Auflösung in HD entspricht.

Der HD-Beamer besteht wie jeder Beamer aus dem Gehäuse, einer Beleuchtung, einem Mikrodisplay, einem Kühler, einem Objektiv, internen Lautsprechern und verschiedenen Schnittstellen für die Anschlüsse. Er kann privat zum Fernsehen, Computerspielen, für ein Video und für Fotos genutzt werden. Wird er für Filme verwendet, spricht der Volksmund aufgrund des ausladenden Bildes vom Heimkino. Unternehmen benötigen Projektoren wiederum zur Präsentation für Geschäftskunden und als Lehrmaterial für die Mitarbeiterschulung. Darüber hinaus werden HD-Beamer in Bildungsinstituten wie Schulen und Universitäten verwendet. Bekannte Hersteller von Beamern sind Acer, Epson und Benq, die auch Produkte in der Auflösung HD betreiben.

Die Kaufentscheidung ist keine Hexerei

Kunden fragen sich oft, auf welche Kriterien es beim Kauf eines Beamers ankommt. Verschiedene Termini wie ANSI Lumen und Keystonekorrektur mögen zuweilen verwirren. Doch handelt es sich dabei um keine höhere Wissenschaft, sondern lediglich um Fachbegriffe, die schnell gelernt sind und exakte Auskünfte über wesentliche Funktionen des Beamers transportieren. Wir nehmen Sie mit auf die Reise und machen Sie zum Experten für Beamer, damit Sie für die Kaufentscheidung gerüstet sind und auch andere Kunden zum richtigen Beamer verhelfen können. Außerdem werden Sie dann in der Lage dazu sein, sich durch diverse Beamer Tests zu klicken, um beim Vergleichen für Ihren gewünschten Beamer mit HD die richtige Kaufentscheidung zu treffen.

Welche Technologie darf es sein?

Auf dem Markt gibt es für Beamer derzeit vier unterschiedliche Technologien, die spezifische Vor- und Nachteile bieten. Ein generelles Richtig oder Falsch gibt es hier nicht, die Wahl der Technologie für den Beamer von Benq, Acer und Co. hängt von den persönlichen Präferenzen ab. Am gebräuchlichsten sind die Technologien DLP und LCP. Seltener ist die Technologien D-ILA, während die Lasertechnologie derzeit noch Luxus ist und die Laser für die eher einfachen HD Beamer aufgrund der exorbitanten Kosten ohnehin nicht in Betracht kommen.

Die DLP-Technologie (Digital Light Processing) überzeugt durch feine Bilder und sauber fließende Bewegungen. Der Eindruck entsteht, nachdem das Licht durch einen rotierenden Farbfilter fällt. Millionen kleine Spiegel, die jeweils eigene Lichtpunkte darstellen, brechen daraufhin das Licht und projizieren das ausgeworfene Bild auf die Leinwand. Nachteile sind eine leicht geringere Farbtreue und ein gelegentlich auftretender Regenbogeneffekt. Mit dem LCD-Verfahren (Liquid Crystal Display) wird hingegen das Bild in die drei Farben rot, grün und blau aufgeteilt und danach separat durch Panels geleitet, wonach es mithilfe von Spiegeln wieder zu einem Farbbild zusammengesetzt wird. Durch die pixelgetreue Darstellung entstehen Bilder von hochwertiger Qualität mit sehr feinen Auflösungen, kräftigen Farben und gelungener Farbtreue. Die Grafiken sind heller als mit dem DLP-Verfahren und können gelegentlich einen Fliegengitter- und Memory-Effekt verursachen. Die Kontrastierung hinkt hingegen den Möglichkeiten der DLP-Technologie hinterher, was vor allem für dunkle Farbtöne gilt. Auch müssen die Filter regelmäßig gereinigt oder gewechselt werden.

Mit der fortschrittlichen D-ILA-Technologie (auch LCOS und SXRD) sollen hingegen die Vorteile von LCP und DLP gebündelt werden. Die Vorgehensweise ähnelt der bei der LCD-Technologie. Allerdings reflektieren die Flüssigkeitskristalle (Panels) das Licht anstatt es durchzulassen. Der einzige Nachteil ist neben dem höheren Preis die fehlende Möglichkeit, HD Beamer mit hohen Werten in Bezug auf die Lichtstärke zu vereinen. Insgesamt sind D-ILA Beamer die perfekten Allrounder mit fast rundweg guten Werten. Beamer, die unabhängig von der verwendeten Technologie LED-Lampen verwenden, überzeugen wiederum mit einer hohen Sparsamkeit, was durchaus von einem spürbaren Vorteil sein kann, weil ein Ersatz von verbrauchten Leuchten 300 Euro veranschlagen kann.

Was ist der Kontrast beim HD Beamer?

Neben der in Pixel gemessenen Auflösungsleistung besitzen Beamer mit dem Kontrastverhältnis und der Helligkeit zwei weitere wichtige Kennzahlen. Das Kontrastverhältnis wird beispielsweise als 25.000:1 angegeben. Der Wert gibt den Faktor an, um den der hellste Punkt heller ist als der dunkelste Punkt. Je höher der Kontrast ist, desto schärfer ist das Bild und desto satter sind die Farben. Kunden sollten einen HD Beamer kaufen, der eine Kontrastleistung von mindestens 10.000:1 aufweist. Nur dann ist für einen ausreichenden Komfort gesorgt. Ist der Kontrastwert zu gering, können die Bilder hingegen einen verwaschenen Eindruck hinterlassen und wirken eher matt als kräftig. Im gehobenen Preissegment werden zum Teil bereits Kontrastverhältnisse im sechsstelligen Bereich geboten. Ebenfalls auf die Bildqualität bezieht sich der Begriff der Farbtreue. Er gibt an, inwiefern die Farben der Aufnahmen mit dem ursprünglichen Farbbild übereinstimmen.

Was versteht man unter ANSI Lumen?

Jeder HD-Beamer besitzt eine bestimmte Lichtstärke, die in ANSI Lumen gemessen wird. Der Wert informiert über die Summe der Lichtstärke, die den Lichtstrom des Geräts auf die Leinwand projizieren kann. Aufgrund der hohen Bedeutung dieser Kennzahl wird die Lichtstärke in jedem Beamer Test angegeben. Handelsübliche HD Beamer bewegen sich dabei um den Wert zwischen 1.000 und 4.500 ANSI Lumen. Hochleistungsprojektoren können allerdings bis zu 30.000 Lumen Lichtstärke aufweisen.

Generell gilt: Je größer der Lichtstrom des Beamers ist, desto besser funktioniert die Übertragung in hellen Räumen. Die meisten HD-Beamer weisen nicht oder nicht viel mehr als 2.000 ANSI Lumen auf, weil die Hersteller davon ausgehen, dass die meisten Benutzer die Vorführung in abgedunkelten Räumen bevorzugen. Doch nicht immer stehen solche Zimmer in den eigenen vier Wänden zur Verfügung, sei es, weil die Rollläden fehlen oder sei es, weil die Jalousien zu transparent sind. Im Businessbereich sind die Möglichkeiten, für abgedunkelte Räume zu sorgen, noch einmal eingeschränkter. Für den mobilen Gebrauch fehlt ohnehin meist jede Wahlmöglichkeit.

Da HD-Beamer mit extrem hohen Werten in dunklen Räumen zu grelle Bilder auf die Leinwand projizieren können, sollte das Maß an ANSI Lumen mit den eigenen Möglichkeiten und Konsumgewohnheiten korrespondieren. Als Faustregel kann sich gemerkt werden, dass 2.000 Lumen für abgedunkelte Räume ausreichen, 2.500 Lumen für Zimmer mit Rollläden benötigt werden, 3.000 Lumen für tageslichthelle Räume, 4.000 Lumen für tageslichthelle öffentliche Räume, 5.000 Lumen für beleuchtete Zimmer und 6.000 Lumen für den Carport. Wer einen Projektor mit der DLP-Technologie nutzt, kann immer rund 1.000 Lumen für den Bedarf dazurechnen, weil dieses System sehr farbintensiv ist, was wiederum zulasten der Helligkeit geht. An dieser Stelle sei angemerkt, dass es auch Experten gibt, die davon überzeugt sind, dass HD-Beamer mit einer Lichtstärke ab 3.000 ANSI Lumen generell für jede Situation geeignet seien.

Keystone und Lens Shift

HD-Beamer können als weit verbreitete Features mit Keystonekorrektur und Lens-Shift ausgestattet sein. Die Keystonekorrektur dient dem Ausgleich der Schrägprojizierung („Keystoning“) auf der Leinwand, die von außen als trapezförmig wahrgenommen wird. Die bessere Begradigung des Bildes durch eine Keystonekorrektur ist vor allem in Situationen hilfreich, in denen das Gehäuse nicht ideal aufgestellt werden kann. Zudem verfügen Nutzer hier über einen größeren Handlungsspielraum bei der Aufstellung des Geräts. Der Nachteil der Keystonekorrektur bezieht sich darauf, dass diese auf Kosten der Auflösung und Standortflexibilität gehen kann. Diese Nachteile vermeidet der Lens-Shift als alternativer Trapezausgleich bei der Projektion. Mit ihm ist der Kunde zur Bildverschiebung ohne Beamerbewegung fähig, und er vermeidet Einbußen bei der Übertragungsqualität. Mit dem Lens-Shift geschieht der Bildausgleich bereits über die Installation.

Die Anschlüsse beim HD-Beamer

Beamer besitzen heute mehrere Anschlüsse, was durch den zunehmenden Anspruch von der Vernetzungsfähigkeit multimedialer Geräte erklärt wird. Zunächst reicht in der Regel eine Schnittstelle für VGA oder HDMI zur Projektion der Bilder mithilfe großer Geräte wie Fernseher, Videorecorder und Computer aus. Der Vorteil des moderneren Standards HDMI besteht darin, besser mit mobilen Endgeräten kompatibel zu sein, wofür zusätzlich ein Adapter benötigt wird. HDMI 2.0 ermöglicht sogar die Projektion in 4K-Qualität, wie sie zum Beispiel durch Bluray-Discs Realität werden. Gelegentlich stehen DVI-Anschlüsse beim HD-Beamer zur Verfügung. Diese können im Gegensatz zu HDMI nur das Bild übertragen, sodass für den Ton separate Anschlüsse nötig werden. Ist die Schnittstelle HDCP-fähig, bedeutet dies, dass sie über den entsprechenden Kopierschutz als Voraussetzung für den hohen Übertragungsstandard der Bluray-Discs verfügt. Ebenfalls für gehobene Ansprüche gedacht sind die pfeilschnellen Thunderbolt-Ports der neuesten Generationen, die Übertragungsraten von 40 GB schaffen.

Der USB-Port (USB Typ 1 und Typ 2) dient wiederum dem Zugriff auf externe Datenbanken, mit denen die Projektion gesteuert werden kann. Beamer mit Bluetooth lassen sich zudem mit Bluetooth-Lautsprechern kabellos verbinden. Nutzer schätzen bei Bluetooth die feine Klangqualität. Als Alternative zur Erhöhung der bei Beamern eher beschränkten Akustik empfehlen wir die Nutzung eines AV-Receivers über die Schnittstelle AV. Mit dieser lassen sich die vorzüglichen Soundsysteme Dolby Digital und DTS-Sound über externe Lautsprecher verwenden. Für die Internetfähigkeit des Beamers dienen schließlich die Standards LAN, WLAN und Ethernet. Mit einem SD-Slot wird die Konnektivität speziell mit Smartphones hergestellt.

Weitere Features

Viele Kunden schätzen es, wenn sich der HD-Beamer mit einer Fernbedienung steuern lässt. Darüber hinaus lassen einige Geräte verfeinerte Ansichten wie verschiedene Zooms zu, die auch schon von fortschrittlichen Webcams her bekannt sind. Eine weitere interessante Funktion ist das Auto-Iris-Feature. Ist dieses vorhanden, dann besitzt der HD-Beamer eine zusätzliche Öffnung für das Licht, die der Kunde verstellen kann, um während der Aufnahmen bei Bedarf die Aufnahmequalität zu verbessern. Dieses ist das ideale Instrument für Profis.

Die Iris wird nun in dunklen Szenen verkleinert, um den Schwarzwert zu verbessern. Sind die Szenen hingegen hell, wird die Luke vergrößert, um die Lichteinstrahlung zu optimieren. Verfügt der HD-Beamer über eine Zwischenbildberechnung, dann ist er mit dieser Technologie dazu fähig, die FPS-Rate der Bilder mindestens zu verdoppeln. Vorteile dieser Methode sind die Vermeidung der ungeliebten Standbilder (Artefakte) sowie generell flüssigere Übertragungen ohne Ruckeln.

Wer mit seinem HD-Beamer auch 3D-Filme schauen möchte, benötigt die entsprechende Funktion, für die eine Zwischenbildberechnung Pflicht ist, da sich anderweitig das intensive 3D-Feeling nicht recht einstellen will. Manche Beamer lassen zudem eine Farbkorrektur zu, wobei Nutzer aufpassen sollten, das voreingestellte Bild nicht zu verschlimmbessern. Außerdem lässt sich durch eine integrierte App-Funktion der HD-Beamer auch mit anderen Endgeräten wie dem Smartphone steuern. Benötigen Kunden den HD-Beamer auch für den mobilen Gebrauch, benötigen sie einen Dreifuß als Halterung.